Hintergrund

Die Stadt Erkrath liegt direkt neben Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Sie besteht aus drei Stadtteilen: (Alt-)Erkrath, Hochdahl und Unterfeldhaus. Die „Feuer- und Rettungswache“ im Stadtteil Hochdahl beherbergt die hauptamtlichen Feuerwehrmänner und -frauen sowie den Rettungsdienst, ebenso sind dort die beiden Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Trills und Millrath (beides Ortsteile in Hochdahl) stationiert.

Im Stadtteil Alt-Erkrath gibt es zudem den Löschzug I der Freiwilligen Feuerwehr Erkrath, welcher ein eigenes „Feuerwehr­gerätehaus“ besitzt. Dieses wird nun an einem anderen Standort (in demselben Stadtteil) neu gebaut.

→ Stadt Erkrath: Freiwillige Feuerwehr Erkrath

Und um diesen Neubau dreht sich diese Website. Derzeit gibt es hier jeden Sonntag neue Fotos und besondere Ereignisse wie die monatlichen exklusiven Fotos auf der Baustelle unregelmäßig mittwochs. Pressebericht: Rheinische Post oder Westdeutsche Zeitung.

Kleine Statistik
Bisher gemachte Bilder: 4977, davon 1882 hier veröffentlicht und 0 gelöscht (Stand: 05.12.2019).


Das bisherige Feuerwehrgerätehaus

Das bisherige Feuerwehr­gerätehaus auf der Ludenberger Straße in Alt-Erkrath.

1986 zog der Löschzug I in den ehemaligen Bauhof an der Ludenberger Str. 8 in Alt-Erkrath. Den Zustand dieses Feuerwehr­geräte­hauses beschreibt die Stadt Erkrath 2018 wie folgt:

Das jetzige Feuerwehrgerätehaus an der Ludenberger Straße war nie als Feuerwehrgerätehaus konzipiert worden. Im Brandschutzbedarfsplan von 2005 wird dargestellt, dass beim Gerätehaus des Löschzuges die bauliche Funktion nur eingeschränkt gewährleistet ist und die Stellplätze für Großfahrzeuge nicht der DIN sowie den Unfallverhütungsvorschriften entsprechen.

Der Umbau am bisherigen Standort ist aufgrund der vorhandenen Wohnbebauung in den Bereichen Morper Allee, Grabenstraße, Düsselstraße und insbesondere der deutlich zu geringen Grundstücksgröße (ca. 1.116 m²) für die im Gutachten festgestellte notwendige Fläche (2.700 m²) nicht ohne deutliche Abstriche in Bezug zur Parkplatzgröße, Einsatzfahrzeugbewegungsflächen und Sozialbereichsstruktur für die Angehörigen des Löschzuges I Alt Erkrath möglich. Darüber hinaus ist der Zielerreichungsgrad von der Ludenberger Straße für eine dreiminütige Fahrzeit nicht gegeben. Die südlichen und nördlichen Bereiche des Stadtteils Alt-Erkrath werden nicht in der Planzeit erreicht.

– Stadt Erkrath: Begründung zur 84. Flächen­nutzungs­plan­änderung Feuerwehr­gerätehaus Kreuzstraße, Seite 6 (Vorgang 82/2018 Anlage Nr. 1.2 Begruendung einschliesslich Umweltbericht mit Stand vom 13.11.2017)

→ LZ I Alt-Erkrath: Bilder vom Standort
→ Feuerwehrinduesseldorf.com: Bilder von den Fahrzeugen
→ Jürgen Truckenmüller: Löschzug I – Alt Erkrath Stand Dezember 2013


Der lange Weg zum Neubau

Der Neubau hat sich sehr lange hingezogen, man könnte alleine darüber schon ein Buch schreiben. Wie oben schon erwähnt war der Stadtverwaltung nach dem Brandschutzbedarfsplan 2005 klar, dass etwas passieren muss.

Am 21. September 2009 forderte Guido Vogt, damals Brandamtsrat, schriftlich gegenüber des damaligen Bürgermeisters Arno Werner (CDU) die „Erstellung einer Machbarkeitsstudie zum Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für den Löschzug I Alt-Erkrath“.

Zunächst überlegte man im November 2011 eine Sanierung des bisherigen Gebäudes für ca. 970.00 Euro (Beschlussvorlage 145/2011, Seite 2). Wie ebenfalls der oben zitierten Begründung zu entnehmen ist, kam ein Umbau am bisherigen Standort wegen dem kleinen Grundstück aber nicht infrage.

Im Jahr darauf wurde nach einem neuen Standort in „Erkrath-Süd“ (Kreuzstraße) und „Erkrath-Mitte“ (Steinhof) gesucht (Beschluss 111/2012). Im Oktober 2012 rechnete man noch, im dritten Quartal 2015 den Neubau zu eröffnen (Zeitplan Stand 10/2012).

Im Juli 2013 berichtete die Stadtverwaltung, dass es Probleme bei dem Erweb des Grundstücks an der Kreuzstraße gibt (Beschlusstext 126/2013). Zu diesem Zeitpunkt war ein 2.300 m2 großes Grundstück geplant, davon 680 m2 für das Gebäude.

Im März 2014 hieß es, dass das dazu nötige Bebauungsplanverfahren 2 Jahre in Anspruch nehmen wird (Beschlusstext 67/2014). Wegen der Erwerbsschwierigkeiten an der Kreuzstraße holte man Gutachten für den alternativen Standort am Steinhof ein, die im Oktober 2014 in der Prüfung waren (Niederschriftt vom 21.10.2014). Derweil mussten im bestehenden Altbau an der Ludenberger Straße unter anderem die Sanitäranlagen saniert werden.

Im Juni 2015 folgte der Beschluss, das Planungsrecht für das Feuerwehr­gerätehaus am Steinhof zu schaffen (Beschlusstext 103/2015). Die Kostenrechnung ging damals von über 2,2 Mio. Euro aus (Anlage 4). Es folgten im Oktober und November 2015 die Aufstellungs­beschlüsse für Bebauungsplan und Flächen­nutzungs­plan­änderung am Steinhof.

2016 wurde hingegen wieder der Standort an der Kreuzstraße favorisiert. Im November 2016 berichtete die Stadtverwaltung, dass im Januar 2017 die Pläne vorgestellt werden sollten (Niederschrift 24.11.2016).

Wer bis hierhin durchgehalten hat: Glückwunsch! Denn jetzt kommen wir erst zu dem Teil, der den nun tatsächlich realisierten Neubau betrifft.

Am 24. Januar 2017 beschloss der Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr der Stadt Erkrath die sogenannte „frühzeitige Beteiligung“ durch Behörden und die Öffentlichkeit für den Bebauungsplan und die Flächen­nutzungs­plan­änderung an der Kreuzstraße (Niederschrift 24.01.2017), der Stadtrat folgte der Empfehlung am 2. Februar (Niederschrift 02.02.2017). In beiden Fällen war der Beschluss einstimmig mit Enthaltung der Bündnis 90/Die Grünen, da diese den Standort generell aufgrund höherer Kosten kritisierten. Am 29. März 2017 fand die öffentliche Anhörung der Öffentlichkeit statt, bei dem lediglich ein Bürger vor Ort war und nach Bauzeit und Kosten fragte (RP-Artikel). Im September 2017 wurde ein PPP-Modell für den Bau des Feuerwehr­gerätehauses einstimmig vom Feuerwehrausschuss abgelehnt (Beschlusstext 146/2017). Im November 2017 zeigte das Architektenbüro einen ersten Entwurf auf seiner Website. Im Dezember 2017 wurde die öffentliche Auslegung der Baupläne beschlossen, wieder einstimmig mit Enthaltung von Bündnis 90/Die Grünen (Niederschrift 05.12.2017).

„Bald ist es wahr, wir ziehen aus, ins neue Gerätehaus!“ – Karnevalswagen des Löschzugs I Alt-Erkrath der Freiwilligen Feuerwehr Erkrath 2018

Die öffentliche Auslegung der Baupläne und sämtlicher Gutachten dazu fand zwischen dem 19. Januar und dem 21. Februar 2018 statt (Amtsblatt 1/2018). Mitten darin kam die Nachricht, dass die Kosten weitaus höher sind als ursprünglich geplant (Beschlusstext 18/2018). Die Stadtverwaltung war selbst von der Kostensteigerung überrascht. Sie stellte im März 2018 Einsparpotenziale vor, die mit ca. 300.000 Euro jedoch sehr gering waren und daher vom Feuerwehrausschuss abgelehnt wurden (Beschlusstext 52/2018). Anfang 2018 gründete sich auch die Bürgerinitiative „Erkrath21“, welche die Kostensteigerungen bei den Feuerwachen in Erkrath bemängelt. Diese hat im März 2018 einen Bürgerantrag gestellt (Vorlage 125/2018), welchen die Stadtverwaltung im Juli 2018 empfahl abzulehnen (Beschlussvorlage 125/2018). Der Antrag wurde im Feuerwehr-Ausschuss am 5. Juli 2018 abgelehnt (Niederschrift der 19. Sitzung, TOP 6 ab Seite 5). Am 10. Juli 2018 wurden die Änderungen des Flächen­nutzungs­plans (Beschluss 82/2018) und des Bebauungsplans (Beschluss 84/2018) Einstimmig mit Enthaltung der Ratsmitglieder von Bündnis 90/Die Grünen sowie DIE LINKE beschlossen.

Die Initiative „Erkrath21“ sammelte ab Herbst 2018 Unterschriften für ein Bürgerbegehren, im September 2018 begann der Bau des Gerätehauses. Nachdem „Erkrath21“ das nötige Quorum erreichte, wurden die Unterschriften in der Ratssitzung am 26. Februar 2019 an den Bürgermeister übergeben. Kurz zuvor, am 21. Februar 2019, fand die Grundsteinlegung des Gerätehauses statt. Nachdem ein Gutachten feststellte, dass die Fragestellung von „Erkrath21“ unzulässig sei, schloss sich der Stadtrat am 21. März 2019 dieser Meinung an, lediglich die Bündnis 90/Die Grünen sowie Ratsmitglied Rieder stimmten dagegen (Beschluss 45/2019).

Zum Tag der offenen Tür am 30. Mai 2019 lud der Löschzug I Alt-Erkrath zur großen „Abrissparty“. Eine Auswahl der bisherigen Fotos konnten auf einer Stellwand angesehen werden.

Das war die Foto-Stellwand beim Tag der offenen Tür.

Am 19. Juli 2019 fand das Richtfest statt.


Die Baustelle

Nachdem im August 2018 bereits erste Kanalarbeiten stattfanden hat am 11. September 2018 nun endlich der Neubau auf der Kreuzstraße gegenüber des Friedhofs begonnen. Am 24. September 2018 fand der Spatenstich statt. Am 5. November 2018 begannen die Kanalarbeiten, bei denen der Regenwasser- und Schmutzwasser-Kanal von der Schlüterstraße aus hoch zur Kreuzstraße vor das Gerätehaus verlängert wurde. Gleichzeitig wurden auf der Baustelle die L-Steine gesetzt, das Plateau für den Rohbau errichtet und auch der Rohbau selbst wurde errichtet. Am 21. Februar 2019 fand die Grundsteinlegung statt, bei der auch eine Zeitkapsel eingemauert wurde. Am 9. März 2019 waren die Kanalarbeiten beendet und die Straße wurde wieder freigegeben.

Der geplante Bauablauf:

  • Herbst 2018: Aushubarbeiten, Anlegung eines Plateaus
  • Winter 2018 bis Frühjahr 2019: Rohbau
  • Frühjahr/Sommer 2019: Haustechnik, Fassade, Dach
  • Herbst/Winter 2019: Innenausbau
  • Winter 2019: Außenanlagen, Bepflanzungen
  • Frühjahr 2020: Eröffnung

Zeitleiste: Bisher geschehen

  • 29.03.2017: Öffentliche Anhörung
  • 19.01.2018 – 21.02.2018: Öffentliche Auslegung von Bebauungsplan und Flächennutzungsplanänderung
  • 12.07.2018 – 31.08.2018: Tief- und Rohrleitungsarbeiten (Strom- und Wasseranschluss)
  • 11.09.2018: Baubeginn / Beginn des Erdaushubes
  • 24.09.2018: Spatenstich
  • 05.11.2018: Inbetriebnahme der Baustellenampel und damit Beginn der Rohr- und Tiefbauarbeiten für einen neuen Kanalanschluss
  • 16.11.2018(?): Beginn des Rohbaus
  • 21.02.2019: Grundsteinlegung und Einmauern einer Zeitkapsel
  • 09.03.2019: Ende der Kanalbau-Baustelle
  • März/April 2019: Ende des Rohbaus, Beginn der Dacharbeiten und der Hausbautechnik
  • 19.07.2019: Richtfest

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