Der große Rückblick

Alle guten Dinge sind drei – hier ist der letzte Teil der Abschluss-Reihe: Nach rund 18 Monaten ist die Dokumentation zum Gerätehaus nun vorläufig abgeschlossen. Blicken wir zurück. Diesmal mehr Text als Bilder. (Vorab-Hinweis: Mancher zeitlicher Zusammenhang ist vielleicht nicht hundert-prozentig korrekt, ich orientiere mich an den Fotos und verlinke eine Auswahl davon.)

Erdarbeiten, Spatenstich und Kanal-Erschließung

Im September 2018 rollten die Bagger an und begannen mit den Arbeiten. Zunächst wurden Erdmassen bewegt. Beim Spatenstich konnte nicht nur Bürgermeister Christoph Schultz Platz im Bagger nehmen und selbst Hand anlegen, auch der Löschzug war zahlreich mit Spaten erschienen, um den Start symbolisch mit den Bürgern zu feiern.


Unter dem vorher als Acker genutzten Gelände befand sich eine Unmenge an Sandschichten, die im weiteren Verlauf für die Bauarbeiten genutzt werden konnten. Für Außenstehende war es durchaus beeindruckend, welche unterschiedlichen Farben die Sandschichten hatten und wie groß diese an dem Berg aussahen.

Im November 2018 wurde der Turmdrehkran aufgestellt, der bis zum September 2019 stehen bleiben wird. Während das Fundament gegossen wurde, begannen außerhalb des Geländes die Arbeiten an den Kanälen, die das Abwasser und Regenwasser von dem Gelände in die städtischen Kanäle leiten sollten. Ausgerechnet auf einer der Hauptstraßen in Erkrath sorgte dies für viel Ärger durch anhaltende Staus insbesondere im Pendlerverkehr.

Rohbau und Spatenstich

Auf dem eigentlichen Baugelände hingegen ging es recht schnell: Dort wurde kräftig am Rohbau gearbeitet, das Erdgeschoss und die Fahrzeughalle waren im Bau. Ab Januar hatte ich die Möglichkeit, monatlich Fotos auf der Baustelle zu machen, was viel detailliertere Einblicke in die Entwicklung gegeben hat, als von der Straße aus.

Im Februar 2019 waren auch die Kanalarbeiten außerhalb des Geländes noch dran. Wegen einer Leitung, die in den Plänen anders eingezeichnet war, wurde ein gewonnener Zeitvorsprung leider wieder zunichte gemacht. Auf dem Baugelände ging der Rohbau weiter und die Grundsteinlegung wurde nachgeholt, bei der auch eine Zeitkapsel seitlich in die Mauer der Fahrzeughalle eingemauert wurde.

Zu diesem Zeitpunkt stand ein Großteil der Fahrzeughalle sowie das Erdgeschoss und die erste Etage des Gebäudes. Nur zwei Monate später war der Rohbau von Fahrzeughalle und Gebäude vollendet, der Innenausbau konnte starten.

Kanäle, Innenausbau und Richtfest

Anfang März fanden endlich die Asphaltier­arbeiten statt und der Kanalbau war damit beendet. Auf dem Baugelände wurde weiter in die Höhe gebaut, das erste und zweite Obergeschoss entstand. Damit wurde auch ein Gerüst aufgebaut.

Im Mai wurde zur Absicherung des Geländes Kameras von BauWatch aufgestellt. Die Kanalarbeiten konnten nun auf dem Gelände beginnen. Das Dach wurde mit mehreren Schichten abgedichtet und im Gebäude mit dem Trockenbau Wände eingebaut. An Christi Himmelfahrt feierte der Löschzug seinen Tag der offenen Tür zum letzten Mal am alten Gerätehaus, wo ich auch eine Stellwand mit ausgedruckten Fotos vom Baufortschritt zeigen durfte. (Bilder von dem Tag der offenen Tür auf meinem Fotoblog.)

Im Juni 2019 wurden Regenwasser­rückhaltebecken eingebaut, bevor dann im Juli der nächste besondere Termin anstand: Das Richtfest. Ohne Dachdecker, dafür mit dem Löschzug und befreundeten Kameraden, wurde auf das neue Gerätehaus angestoßen. Auch der kleine Drache Grisu war ab dem Zeitpunkt hin und wieder mit von der Partie, wenn es zur Baustelle ging. Zum Richtfest brachte er sogar die Maus mit. Zu dem Zeitpunkt war der Innenausbau in vollem Gange, sodass die Besucher beim Richtfest nun alle drei Stockwerke erkunden konnten.

Fassade, Einrichtung und Außenarbeiten

Im August wurde die Klinker­fassade gesetzt, Stein für Stein wurde somit das Gerätehaus zu seinem heutigen Aussehen verholfen. In der Versorgungs­trasse wurden Wasser, Strom und Kommunikation zum Gebäude hin gelegt. Drinnen wurde die Bodenheizung verbaut und der Estrich gemacht.

September und Oktober 2019 gab es vieles Neues in der Fahrzeughalle: Die Schläuche der Abgas­absaug­anlage wurden installiert und auch die Sektionaltore wurden eingebaut. Im gesamten Gebäude wurden die Wände verputzt, der Aufzug und die Fenster waren eingebaut. In den Sanitärräumen und Küchenbereichen wurde gefliest.

Im November und Dezember 2019 wurde das Gerüst abgebaut und die Ampelanlage außerhalb des Geländes aufgestellt. Auf dem Gelände wurde die Lärmschutz­wand aufgestellt und im Außenbereich Pflanzarbeiten durchgeführt.

Im Januar und Februar 2020 wurde vorallem rund um das Gerätehaus der Boden mit Edelsplitt aufegfüllt und danach mit Pflastersteinen versehen, ebenso kam die Schranken­anlage und die Ampeln wurden montiert. Der milde Winter spielte den Arbeitern in die Karten. Innen wurden die letzten größeren Arbeiten durchgeführt: Die Küche war bereits eingebaut, der Boden der Fahrzeughalle war fertig, Mal- und Flieser-Arbeiten waren bereits beendet. Im Februar gab es den letzten Besuch auf der Baustelle, in der Erwartung, dass es eine Einweihungsfeier geben wird.

Im Februar kamen die Lampen auf die Masten, auf den L-Steinen wurden Geländer befestigt und Regenwasser-Kanäle angeschlossen. Die Feuerwehr-Antenne wurde auf dem Dach montiert. Im März wurden das Feuerwehr-Signet, die Bezeichnung des Löschzugs, das Stadtlogo und die Hausnummer angebracht. Im Gebäude-Inneren wurden unter anderem die Möbel und Spinde angeliefert.

Für den April war eigentlich eine Einweihungsfeier geplant, doch die COVID-19-Pandemie kam dazwischen. Die Einladung für die Einweihungsfeier des Gerätehauses kam, kurz bevor der erste COVID-19-Erkrankte im Kreis Mettmann bekannt wurde – jemand aus Erkrath. Es folgte eine Anordnung des Kreisfeuerwehrverbands Mettmann, der derartige Veranstaltungen einschränkte, um eine Inquarantänestellung von Einsatzkräften möglichst zu verhindern. Somit blieb nur eine Absage der Einweihungsfeier, welche auch durch andere bundesweite Maßnahmen gekommen wäre.

Auch der beliebte Tag der offenen Tür an Christi Himmelfahrt, bei dem die Bürger erstmalig das neue Gerätehaus hätten kennenlernen können, wurde mittlerweile abgesagt. Doch die Einweihungsfeier soll nachgeholt werden, wenn die Umstände es wieder zulassen. Und auch der Tag der offenen Tür wird wahrscheinlich nächstes Jahr kommen. Bis dahin müssen wir uns gedulden.

Und die Website? An Ostern wird es nochmal ein Special geben, danach ist dann aber erstmal Pause. Wenn es etwas Neues gibt (Inbetriebnahme, Einweihungsfeier oder ähnliches), wird dies dann noch folgen. Die Website bleibt auf jeden Fall noch online, wahrscheinlich noch einige Jahre. Und auch offline ist schon was geplant, aber noch nicht spruchreif.

Man wird es hier und über Social Media erfahren. Ein letztes Mal heißt es jetzt: Bis nächsten Sonntag! Bleibt gesund!

Gefällt Dir? Dann sag es doch weiter!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.